Natürlich möchte jeder bei seinen Schlüsselwörtern als erster Treffer in allen Suchmaschinen angezeigt werden. Bei Begriffen wie "smwrgdmnckk" ist das auch leicht möglich, aber schon bei "Schnitzelmitkartoffelsalat" wird es schwierig, denn: Es kann nur einen geben! Aber ein bisschen was kann man schon tun ;-).
Immer wieder taucht die Frage auf, welche Suchmaschinen den wirklich wichtig sind. Die Antwort lautet seit längerem schlicht und einfach Google. Alle anderen Suchmaschinen haben dem gegenüber nur geringe Bedeutung. Und viele von Ihnen greifen wiederum auf Google zurück.
Außerdem ist es eigentlich recht egal, für welche Suchmaschine man seine Seiten optimiert, da inzwischen alle Suchmaschinen recht ähnliche Verfahren benutzen. (Die genauen Verfahren werden streng geheim gehalten, um Manipulationen zu erschweren.)
Wenn Sie Ihre Seiten für Suchmaschinen optimieren wollen, dann optimieren Sie sie für Leser!
Suchmaschinen schauen zwangsläufig nur auf Text. Echten Text! Also keinen Text in Bilder oder Flash, der ist praktisch nicht vorhanden. Schauen Sie sich Ihre Seite einfach mal mit Lynxview an, dann sehen Sie, was eine Suchmaschine von Ihrer Seite sieht.
Suchmaschinen gewichten Text entsprechend seiner Auszeichnung: Am wichtigsten ist der Titel einer Seite. Auch die Überschriften und betonter Text sowie Linktexte werden stärker gewichtet. Also: Dokumente sinnvoll auszuzeichnen ist die halbe Miete.
Da Suchmaschinen nur Text lesen können hat man einen zusätzlichen Grund, für alle Grafiken und Objekte sinnvolle Alternativtexte zu verwenden.
Für ein gutes Ranking ist es wichtig, viele hereinkommende Links zu haben. Dies sind im privaten Bereich Seiten von Freunden und Verwandten - im Businessbereich Branchenverzeichnisse, Kunden und Geschäftspartner. Auch eine Aufnahme ins Verzeichnis des Open Directory Project ist sehr nützlich für den Pagerank. Da hier die Seiten vor der Aufnahme in eine Kategorie von einem Menschen geprüft werden, gewichtet Google den Link relativ hoch.
Meta-Tag-Angaben sind heutzutage nicht mehr so wichtig wie früher.
Google
missachtet praktisch alle Meta-Angaben. Einige Suchmaschinen sollen
aber noch description und keywords auswerten.
Alle weiteren Angaben sind eigentlich überflüssig.
Wie viele Suchmaschinen ist auch Google nicht in der Lage, Framesets zu durchsuchen. Wozu auch? Ein Link auf eine Seite innerhalb eines Framesets zeigt ja nur auf den Inhalt eine einzigen Frames. Meist ist das dann der Inhaltsframe, dem jegliche Navigationsmöglichkeit fehlt. So eine "halbe" Seite hilft keinem Besucher weiter.
Aber auch unabhängig von Suchmaschinen ist die Technologie von Frames schlecht.
Keine Suchmaschine führt JavaScript aus. Links, die nur in JavaScript realisiert sind, kann sie deshalb nicht folgen.
Aber auch viele Besucher, die auf Sicherheit bedacht sind, finden JavaScript schlecht.
Da es bei Flash keine Seiten-Struktur wie bei HTML gibt und man auch keinen Link auf eine Stelle im Flash setzen kann, brauchen Suchmaschinen Flash gar nicht erst zu durchsuchen. Alle Inhalte, die nur über Flash zu erreichen sind, sind somit für Suchmaschinen - und damit auch für viele Besucher - verloren.
Nicht zuletzt ist auch die Usability von Flash schlecht.
Suchmaschinenspamming ist eine schlechte Idee. Dies kann dazu führen, dass die eigene Seite vollständig aus dem Index entfernt wird. Als Spamming zählen zum Beispiel spezielle Versionen der Seite, die nur an Suchmaschinenrobots ausgeliefert werden und zusätzliche Texte (Stichwortlisten), die über CSS nicht angezeigt werden.
Auch der Aufbau von dutzenden von sogenannten Doorway-Pages, deren einziger Zweck darin besteht mit entsprechenden Stichworten auf die eigene Seite zu zeigen, gilt als spamming.
Suchmaschinenanmeldedienste sind meist ebenso sinnvoll und seriös wie südamerikanische Geldanlagen mit 60% Rendite. Da kann Mann besser in eine Brustvergrößerung investieren.
Ernsthaft: wem hilft die Anmeldung in über 500 Suchmaschinen? Möchten Sie Ihre Seite wirklich bei erotiksuche24 angemeldet haben? Oder lieber bei Afro-Vision? Melden Sie ihre Seiten besser bei den Suchdiensten und Verzeichnissen an, die zu Ihren Seiten passen. Wenn sie davon die zehn wichtigsten haben, können sie bereits aufhören.
Das man nach Inanspruchnahme eines Suchmaschinenanmeldedienstes massenweise Spam erhält, ist nicht sicher.
Bei Google und auch anderen Suchmaschinen muß man sich eigentlich gar nicht anmelden. Wenn ein Link auf die eigene Seite existiert, dann kommt Google auch von selbst. Deshalb heißen die nämlich Suchmaschinen. Auch nach einer Anmeldung dauert es meist 6 bis 8 Wochen, bis die Seiten im Index auftauchen. Selbstverständlich lässt sich das für Geld beschleunigen - Ob sich diese Ausgabe lohnt, muss jeder selbst entscheiden.
Eigene Kunstbegriffe wie smwrgdmnckk eignen sich durchaus um zu testen, wie die Suchmaschinen arbeiten. Wie oft aktualisieren sie ihren Index, was honorieren sie, was bestrafen sie. Leider eignen sie sich nur bedingt um Kunden zu fangen, denn wer sucht schon nach smwrgdmnckk? Allerdings macht es auch wenig Sinn, im Internet nach Schnitzelmitkartoffelsalat zu suchen. Das sucht man lieber gleich bei Jochen und Sandy oder Konni.
Aktuell suchen allerdings alle die Hommingberger Gepardenforelle. Das muss wohl am Heise-Verlag liegen: Jagd frei.
Urheber © Dr. Joachim Wiesemann
Letzte Aktualisierung: 27.5.2006